Am Freitag, 16. Januar 2026 fand im Backhaus „Stube“ in Merklingen mit Marina Huber das erste Sturzprophylaxe Training statt.
„Schön, dass Sie sich Zeit für sich genommen haben und dieses Kursangebot Sturzprophylaxe wahrnehmen,“ so die einleitenden Begrüßungsworte von Marina Huber. „Statt Sturz- wählen wir das schönere Wort Fallprophylaxe oder Falltraining; denn mit Sturz verbinden wir meistens Angst, Unsicherheit – negative Gefühle eben“, so Huber.
Die Kursleiterin und Physiotherapeutin eröffnet die Vorstellungsrunde mit der Frage: „Wann sind Sie zuletzt gefallen?“ Kaum ausgesprochen tauchen Bilder, Erinnerungen sowie unangenehme Gefühle und der eine oder andere Seufzer auf. Kurze Stille. Wir suchen nach möglichen Ursachen. Diese können das Augenlicht, Hindernisse, Schwindel, die Füße durch einen unguten Stand, unpassendes Schuhwerk oder auch Hektik „g´schwind noch“ sein. Punkt für Punkt betrachten wir die genannten Gründe und erhalten entsprechende Übungen für den Status quo.
An erster Stelle steht die Wahrnehmung, um Dinge scharf zu sehen - das hängt auch von der richtigen Brille bzw. Sehhilfe ab. Wie schnell kann ich etwas wahrnehmen und wie entsprechend meiner Möglichkeit reagieren? Dazu folgen zielgerichtete Übungen.
Weiter geht es mit Spüren – die Füße, welche einen sicheren Stand geben, die Gelenke, die Muskeln. Die dritte Einheit widmet Huber der Kraft und damit auch verbunden dem Geleichgewicht und dem Ausbalancieren, welches Fallen verhindern kann. Mit Einbein- sowie Steigübungen und der Stützkraft kommen wir ganz schön aus der Puste. Nach dieser Trainingsphase hat niemand mehr kalte Füße; automatisch trainieren wir ganz nebenbei zur Beweglichkeit das Herzkreislaufsystem mit sofortiger Wirkung vom Kopf bis in die Füße.
Eine kurze Verschnaufpause lädt zum Erfahrungsaustausch ein. Wichtige Fragen wie: „Was kann ich überhaupt?“, „Was traue ich mir zu?“ sowie „Wie kann ich mehr Selbstvertrauen gewinnen und dadurch Ängste abbauen?“, stehen im Mittelpunkt des Zwischenfeedbacks.
Mit einem Potpourri einfacher und wirksamer Übungen, welche in alltägliche Bewegungsabläufe integriert werden können, werden die Teilnehmerinnen verabschiedet. Deutlich entspannter und überaus dankbar, mit etwas mehr Sicherheit, Vertrauen und Übungsaufgaben im Gepäck treten die Teilnehmende des vhs-Kurses lächelnd ihren Heimweg an.
Ein sinnvoller und hilfreicher Abend in netter ungezwungener Atmosphäre.
Von Irene Gröh-Schaufler

